Der widerspenstigen Zähmung die 2. – IKEA-DIY-Küchenaufbau Tag 20

IKEA-DIY-Küchenaufbau Tag 20

Jetzt bin ich ihn doch ganz schön lang schuldig geblieben, den zweiten Teil unsers IKEA-Küchenbauprojekts. Das liegt aber auch schlicht daran, dass von den ersten vielversprechenden Schritten, die wir getan haben, an, einfach alles, aber wirklich durchweg alles schiefgelaufen ist, was nur schieflaufen konnte. Das wiederum hört sich jetzt zugegebenermaßen schlimmer an als es ist, dennoch hat es unser Vorankommen doch akut gehemmt, zumal wir in den ersten Tagen noch auf Anlieferung entsprechender Geräte gewartet haben – bis auf den Kühlschrank, der stand ja immerhin schon friedlich in der Ecke und surrte nur so vor sich hin.

Auf jeden Fall haben wir fest mit fachmännischer Hilfe gerechnet, um die Arbeitsplatte zuzuschneiden, beziehungsweise die Ausschnitte für Herd und Spüle vorzunehmen sowie auch für die Anbringung des immerhin 120cm messenden Hochschranks, die ich mir allein nicht so recht zutrauen wollte (und Samira noch viel weniger, wenn ich das anmerken darf). Diese fachmännische Unterstützung hat uns aber ebenso fachmännisch versetzt und im Regen stehen lassen, natürlich auch erst, als die Arbeitsplatte im Zuge des Umzuges bereits gekauft und verladen worden war, denn hätte man das vorher geahnt, hätte man für läppische 14,00 € pro Loch die Ausschnitte auch im Baumarkt machen lassen können. Dumm jetzt nur, dass wir extra für den Transport einen Sprinter gemietet hatten, da unsere lange Arbeitsplatte lockere 2,8 Meter misst und auch entsprechend schwer ist, so dass ich wohl oder übel eine Stichsäge besorgen und selbst mein Glück versuchen musste. Bis ich an diesem verzweifelten Punkt angelangt war, dauerte es allerdings eine ganze Weile und deshalb kann ich noch gar nicht vom Arbeitsplattenzuschnitt berichten, denn der steht mir dieses Wochenende, genauer gesagt jetzt gleich, erst noch bevor.

Nichtsdestotrotz waren wir aber natürlich auch nicht untätig und haben es jetzt – läppische zweieinhalb Wochen später – immerhin geschafft, sämtliche Unterschränke auszurichten, miteinander zu verschrauben und größtenteils mit Schubladen zu versehen (die obersten haben wir zwecks Verschraubung der Arbeitsplatte in weiser Voraussicht noch sprichwörtlich außen vor gelassen), so dass wir jetzt immerhin für ein dumpfes Gefühl des Vorankommens die Arbeitsplatte auf die Unterschränke legen konnten, um zumindest zu suggerieren, es ginge jetzt in die heiße Phase, wenn auch der Elektriker für den Herd noch immer nicht bestellt und die besagten Ausschnitte für essentielle Gerätschaften einer ordentlichen Küche noch immer nicht gemacht sind.

Das hört sich jetzt sicherlich alles nicht so erfolgreich an, doch kann ich euch verraten, dass diese Küche Marke Eigenbau mir – so unglaublich es klingen mag – eine Menge Freude bereitet hat, denn es ist schon ein tolles Gefühl, auf diese Küchenzeile zu blicken und zu wissen, dass man das selbst im Schweiße seines Angesichts hochgezimmert hat. Folglich werde ich auch stolz wie sonstwas sein, wenn diese verdammten Ausschnitte endlich gemacht sind, denn so schwer kann das ja eigentlich auch nicht sein (hoffe ich mal…). Nachher werde ich hoffentlich mehr wissen und dann entweder stolz als Bändiger der Stichsäge auftreten oder kleinlaut davon berichten, dass wir uns jetzt erst mal eine neue Arbeitsplatte kaufen werden müssen.

Ihr seht also, große Dinge werfen ihre Schatten voraus und es gilt noch Schlachten zu schlagen und Platten zu zertrümmern, Nägel zu nageln und Löcher zu bohren, bevor wir irgendwann dann unsere dem Hörensagen nach großartige Küche in Betrieb nehmen können. Bis dahin tröstet mich der Gedanke, dass wir im Herzen von Rüttenscheid zu unserem großen Glück von einer gefühlten Hundertschaft gastronomischer Klein- wie Großbetriebe in allernächster Nachbarschaft umgeben sind und folglich nicht werden verhungern müssen. Von diesen vielen tollen Läden, die wir in den wenigen Tagen bisher schon entdeckt und erkundigt haben, werde ich euch auch noch berichten müssen, aber das – sagt man doch so schön – ist eine andere Geschichte.

Ich schließe wie gewohnt mit ein paar Impressionen unserer jetzt immerhin nicht mehr ganz so unfertig aussehenden Küchenzeile. Alle auf die Schnelle mit dem Handy gemacht, erwartet euch also keine meisterlichen Impressionen!

IKEA-DIY-Küchenaufbau Tag 20

Unsere Fronten inklusive Griffe; immerhin mit der Auswahl bin ich auch jetzt noch zufrieden ;-)

IKEA-DIY-Küchenaufbau Tag 20

Und hier kann man schon fast erahnen, wie es später einmal aussehen könnte…

IKEA-DIY-Küchenaufbau Tag 20

Und das wäre dann die nicht ungleich kleinere Baustelle mit der zweiten kurzen Zeile sowie Spüle und Geschirrspüler, die ich bislang überwiegend außen vor gelassen habe *seufz*

Wulf

Film- & Literatur-Aficionado, Serienfanatiker, Java Junkie, Wordpress-Enthusiast, Blogger.

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